22. Juni 2022

Für die zweite und vierte Klasse stand heute der Besuch der Lokschuppenausstellung „Eiszeit“ auf dem Programm.

Frau Zellner, die die Schulkinder von Station zu Station führte, gelang es hervorragend, die Neugierde der Kinder zu wecken und die Spannung hochzuhalten. Nach einem kurzen Rückblick auf die Geschichte zeigte die Führerin das Leben der Eiszeitmenschen als Jäger und Sammler auf. Sie hatten keinen Komfort und zogen mit ihren wenigen Habseligkeiten immer weiter, dorthin wo es etwas zu jagen oder sammeln gab. Sie waren auch sehr erfinderisch in der Herstellung von Werkzeug, das Feuer war ihnen eine große Hilfe. Auf die Preisfrage „Was meint ihr, wie sich die Menschen damals eine Suppe kochten?“ rätselten die Kinder. Keramiktöpfe kannten sie damals noch nicht. Vielleicht machten sie sich Töpfe aus Stein? Frau Zellner verriet den Kindern das Geheimnis. Die Menschen machten ein großes Loch in die Erde und legten dieses mit Leder aus, so dass das Wasser nicht versickerte. Zum Kochen brachten sie Steine im Feuer zum Glühen und legten diese heißen Steine dann in das Wasser. So begann dieses zu brodeln. Auch über die Tiere wusste die Führerin Spannendes zu erzählen, z.B. dass beim Mammut Backenzähne, die ausfallen, viermal nachwachsen können. Neben den tonnenschweren Mammuts begeisterten auch gefährliche Höhlenlöwen, Wollnashörner, Auerochsen, Luchse und Rentiere die Kinder. So waren sie von Anfang bis Ende voll dabei und die Stunde Führungszeit verging viel zu schnell.

Im Workshop fertigten die Zweitklässler aus Leder, Fellstückchen und reproduzierten Pferdezähnen Schmuckstücke an. Die Viertklässler ließen sich von den Motiven der Höhlenmalerei inspirieren und malten Tiere und Jäger auf natürliche Steinplatten. Als Farbe dienten Kohle, Kreide und mit Wasser angerührte Farbpigmente. Stolz nahmen die Kinder ihre Kunstwerke mit nach Hause.

Ein rundum sehr gelungener Ausstellungsbesuch.

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